Zweite Hand: Immobilien kaufen ohne böse Überraschungen

Der Traum von den eigenen vier Wänden ist weniger teuer, wenn man sich nicht für einen Neubau entscheidet, sondern eine Gebrauchtimmobilie kauft. Ältere Häuser können durchaus ihren Charme haben. Der Garten muss nicht neu bepflanzt werden und bei der Wahl der Wohnlage ist der Käufer nicht auf Neubauviertel beschränkt.

Der einfachste Weg zum eigenen Haus ist, einen Makler mit der Suche zu beauftragen. Dieser kennt sich auf dem regionalen Immobilienmarkt aus und kann zielgerichtet suchen. Der Nachteil an diesem Verfahren ist die Courtage, die der Käufer zahlen muss, wenn der Makler bei der Vermittlung erfolgreich war. Wer Zeit dazu hat und nach einem Haus in der Nähe seines bisherigen Wohnortes Ausschau hält, kann deshalb zunächst versuchen, auf eigene Faust sein Traumhaus zu finden. In örtlichen Lokalzeitungen und amtlichen Mitteilungsblättern findet man jede Woche Angebote. Die angegebenen Preise geben einen ersten Überblick über den Immobilienmarkt vor Ort.

Ob mit Makler oder allein: Wenn ein Haus in die engere Wahl kommt, sollte man sehr genau hinschauen. Die Liebe auf den ersten Blick darf es hier nicht geben. Schimmel, Hausschwamm und undichte Dächer fallen oft nicht sofort auf. Sie können die Freude am eigenen Haus aber schnell verderben und führen nicht selten zu langwierigen Gerichtsprozessen gegen den Verkäufer. Um sich diesen Ärger zu ersparen, ist es ratsam, das Haus gemeinsam mit einem neutralen Bausachverständigen zu besichtigen. Zudem sollte der Kaufinteressent sich über alle Sanierungsarbeiten informieren lassen, die in den vergangenen Jahren vorgenommen wurden. Seriöse Verkäufer legen dazu Rechnungen vor. Auf diesen sind Art und Umfang der Maßnahmen sowie die verwendeten Materialien vermerkt.

Wichtig ist auch der Energiepass eines Hauses. Der Verkäufer ist verpflichtet, diesen vorzulegen. Das Dokument gibt Auskunft darüber, welche Heizkosten auf den Käufer zukommen könnten und in welchem Zustand die Heizungsanlage ist. Falls Fenster und Mauern des Gebäudes noch unzureichend gedämmt sind, sollte man Mehrkosten für eine energetische Sanierung einplanen oder aber die Finger von dem Haus lassen.

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